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Heuschnupfen: Alternative Therapien und Selbsthilfe

Akupunktur bei Heuschnupfen- einfach ausprobieren

 

 

Natürlich hilft Akupunktur bei Heuschnupfen. Die Chinesen haben schon lange erkannt, dass der Wind Krankheiten bringt. Allerdings konnten sie nicht so genau zwischen Allergenen und Viren unterscheiden, weil Ausstattungen wie ein Elektronenmikroskop vor 2000 Jahren noch nicht zur Verfügung standen. Das Therapieprinzip der chinesischen Medizin besteht darin,  die Abwehrkräfte gegen äussere Einfüsse zu stärken, also die Niere (=Urenergie, hat nichts mit den physiologischen Nieren zu tun)  und das Abwehr Qi zu stärken, den Wind zu vertreiben und lokale Reaktionen zu vermindern. 

 

 

Allergie und Ernährung

 

Punkto Ernährung habe ich in meiner Tätigkeit als Apothekerin die Erfahrung gemacht, dass einigen Patienten die Umstellung auf eine histaminarme Ernährung hilft. Infos dazu findest du unter www.histamin-intoleranz.ch. Zum Einkaufen histaminarmer Lebensmittel gibt es auch praktische Apps fürs Smartphone. Ich habe  Herrn Dr. med. Feldhaus, der häufig Weiterbildungskurse für Apothekenpersonal gibt, gefragt, was er davon hält, Allergikern generell eine histaminarme Diät zu empfehlen. Er meinte, es sei nicht generell zu empfehlen, nur wenn gleichzeitig eine HIstaminintoleranz vorliegt, die dann das Fass (noch mehr) zum Überlaufen bringt. Das klingt zwar plausibel, trotzdem haben Apothekenkunden berichtet, dass es ihnen besser geht, wenn sie auf Tomaten, Salami, Käse, Räucherlachs, gewisse Nüsse etc. verzichten, auch wenn bisher keine Histaminintoleranz bekannt war.

 

Aus Sicht der chinesischen Medizin, wird empfohlen, alles gekocht zu essen und schleimbildende Lebensmittel (Milchprodukte, Zucker, Weissmehl, Südfrüchte, Rohkost) zu meiden. Das Kochen macht insofern Sinn, als dass dabei hitzelabile Allergene, die eventuell durch Kreuzreaktionen mit den Pollenallergenen den Histaminspiegel erhöhen, kaputt gehen. Aber nicht alle Allergene sind hitzelabil, insbesondere ist Histamin selbst hitzebeständig. Allergiker merken das, wenn sie zum Beispiel rohe Äpfel nicht vertragen, Apfelkompott hingegen schon. Bei Tomaten hilft das Kochen hingegen nicht. Bei Nüssen auch nicht. Wenn ich Allergikerin wäre, würde ich die histaminarme Diät ausprobieren und mein Essen gekocht zu mir nehmen. In meinem Praktikum bei einer chinesischen Dr. Prof. (der Name sei nicht genannt) habe ich erfahren, dass sie Allergikern empfiehlt, auf alles, was rot ist,  und Nüsse zu verzichten. Da wären dann die Tomaten und Erbeeren, die den Histaminspiegel erhöhen, auch dabei.

 

An deiner Ernährungsumstellung verdiene ich leider weder als Apothekerin noch als TCM Therapeutin etwas. Höchstens dein Vertrauen ;-)

 

 

Allergie und Pflanzenextrakte/Homöopathie/Spagyrik

 

Aus der Kräuterheilkunde gibt es apothekenübliche Präparate wie Pestwurzextrakt (neu ab diesem Jahr rezeptfrei) oder verschiedene homöopathische/spagyrische Mittel in Form von Sprays, Nasensprays, Tabletten, Tropfen . Einen interessanten Ansatz finde ich auch Mariendistelpräparate. Aus  Sicht der anthroposophischen Medizin stellt die Mariendistel mit ihren Stacheln einen Schutzschild gegen Umwelteinflüsse dar, vor allem psychischer Natur. In der westlichen Medizin wird Mariendistel als Leberschutzmittel verwendet, in der TCM unter anderem auch, um das Leber Qi zu regulieren, welches bei Stress gestaut ist, was nahezu alle Krankheiten verschlimmert. Folgendes Abstract habe ich auf pubmed gefunden:

 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=silybum+marianum+histamin.

Die Mariendistel scheint also antihistaminerge Eigenschaften zu haben. 

 

Allergie, Mikronährstoffe und Darmflora

 

Willst du mit Mikronährstoffen (Vitaminen, Mineralien, entzündungshemmende Fettsäuren) gegen die Allergie ankämpfen, empfiehlt sich, bereits 2 Monate vor der Allergiesaison damit zu beginnen. In der Mistelapotheke in Hombrechtikon erhältst du auf Anfrage ein Blatt mit Empfehlungen, wie viel man von was nehmen soll. Ebenfalls vorbeugend kann ein Darmfloraaufbau mit Symbioflor-Präparaten gemacht werden.

 

 

Des weiteren helfen natürlich die üblichen Tipps wie:

 

Bei Pollenflug zuhause bleiben :-(

Pollenschutzgitter

Duschen und Haare Waschen vor dem Zubettgehen

Gebrauchte Kleider nicht im Schlafzimmer aufhängen

Nasenspülung

Eventuell Milbenschutzbezüge fürs Bett und die Bettwäsche, weil bei Allergikern die Allergie auch ohne Vorliegen einer Milbenallergie verstärkt werden kann durch die Milbenpartikel.