Ernährungsberatung

Sowohl gemäss der westlichen auch als der traditionellen chinesischen Medizin hat die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit. Während in der westlichen Medizin das Schwergewicht auf Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Makronährstoffe wie Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Ballaststoffe gelegt wird, richtet die TCM ihr Augenmerk eher auf das Temperaturverhalten von Nahrungsmitteln und ihre Wirkung auf die Organe. Sehr wichtig ist dabei auch, dass Nahrung vorwiegend gekocht und warm gegegessen wird, um die Verdauung zu unterstützen. Die TCM bezeichnet Nahrungsmittel auch als "befeuchtend", "Feuchtigkeit auflösend", "Qi aufbauend, regulierend, bewegend", "Blut, Qi, Yin, Yang nährend",  "Qi bewegend, tonisierend", "Geist beruhigend".

Die unterschiedlichen Empfehlungen von Ost und West erscheinen auf den ersten Blick manchmal widersprüchlich, doch bei genauerer Betrachtung der beiden Philosophien können durchaus synergistische Effekte erzielt werden.

Eine Ernährungsberatung erfordert immer zuerst eine Anamnese, was bedeutet, dass der Patient über mehrere Tage ein Tagebuch über sein Essverhalten führt und gleichzeitig aufschreibt, wie sich sein Appetit, allfällige Verdauungsbeschwerden und sein Energieniveau im Tagesverlauf ändern.